Anfänge der Shooter & Quake

Obwohl das Genre der First-Person-Shooter (FPS) häufig im Mittelpunkt von Kritik steht, tut dies dem Erfolg derartiger Spiele jedoch keinen Abbruch. Ein FPS-Game eignet sich bestens dafür, entweder spannende Geschichten zu erzählen, oder packende Mehrspieler-Plattformen zu kreieren – im optimalen Fall natürlich beides.

Doch das war nicht immer so. Zu den Zeiten, als die Kunstform der Computer- und Videospiele noch in den Kinderschuhen steckte, gab es noch gar nicht die Möglichkeit Spiele in so einer Form zu erschaffen. Handelsübliche 3D-Plattform-Spiele, wie wir sie heute kennen, existierten damals noch nicht. Stattdessen wurden sämtliche Games noch auf 2D-Basis entwickelt, in denen die gesteuerten Elemente lediglich zweidimensional bewegt werden konnten. Dinge wie das räumliche Umsehen waren demnach nicht möglich und von daher war auch noch keine Grundlage vorhanden um First-Person-Shooter zu entwickeln.

Quake

Im Jahr 1996 erschien mit Quake von Id Software nicht nur der erste Teil der heute bekannten Quake-Reihe, sondern auch der erste Ego-Shooter, der Gegner und Gegenstände aus Polygonen darstellte – und dies innerhalb einer echten dreidimensionalen Umgebung. Zuvor erschienene FPS-Spiele wie Duke Nukem 3D und Doom konnten aufgrund der damals (im Vergleich zu heute) sehr geringen Rechenleistung lediglich in 2D-Grafik dargestellt werden.

Einer der leitenden Entwickler des Shooter-Klassikers war der US-Amerikaner John Romero. Dieser gilt zusammen mit seinem Berufskollegen John Carmack als Vater des Ego-Shooter-Genres und gehört zu den Gründern von Id Software.

Wie heutzutage üblich, so hatte auch Quake schon einen Multiplayer-Modus, in welchem man sich über das hauseigene LAN-Netzwerk oder das Internet mit anderen Spielern messen konnte. Auch vor dem Release des ID-Software-Shooters hatte es schon Mehrspieler-Turniere gegeben, jedoch hatte Quake ganz besonderen Einfluss auf den weltweiten E-Sport. 1997 wurde von dem Entwickler John Carmack ein Ferrari als Preis für den Sieger eines so genannten Red-Annihilation-Turniers ausgesetzt. Dadurch wurde das öffentliche Interesse zum ersten Mal überhaupt auf einen Computerspiel-Wettkampf gelenkt.